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Die Geschichte der Werkstatt Kreienbrink

Die Anfänge des Osnabrücker Orgelbaus gehen zurück auf das Jahr 1790, als der Orgelbauer Anton Franz Schmid in Quakenbrück eine Werkstatt gründete. 1841 vom Orgelbauer Rohlfing übernommen, führte diese Werkstatt bis 1955 insgesamt 260 Orgelneu und -umbauten durch. Aufgrund der sich seit 1924 durchsetzenden Orgelbewegung sind nur wenige dieser meist pneumatischen Instrumente erhalten geblieben.

Matthias Kreienbrink

Matthias Kreienbrink

1951 trat Orgelbaumeister Matthias Kreienbrink als Teilhaber in die Firma Rohlfing ein, übernahm 1955 die Werkstatt und verlegte sie 1957 nach Osnabrück-Hellern. Unter seiner Leitung erlebte die alte Osnabrücker Werkstatt eine neue Blüte. Die Rückkehr zu den barocken Bausprinzipien verlangte von den Orgelbauern eine völlige Umstellung der Arbeitsweise und des Klangideals. Dies für die Osnabrücker Orgelbauwerkstatt geleistet zu haben, ist das Verdienst von Matthias Kreienbrink, in dessen 39-jähriger Tätigkeit über 500 Instrumente neu gebaut, umgebaut oder restauriert worden sind.

Orgelbaumeister Joachim Kreienbrink, der seit 1984 in der Werkstatt mitarbeitete, übernahm sie 1994 von seinem Vater. Unter seiner Leitung hat sich die Werkstatt erfolgreich um eine weitere Verbesserung der Spieltraktur bemüht – angeregt sicher auch durch seine eigene über 20-jährige Organistentätigkeit.
Eine Vorreiterrolle übernahm die Werkstatt Kreienbrink auch hinsichtlich des Orgelschmucks. Man hatte den über die bloße Ornamentik hinausgehenden klangveredelnden Einfluss der Schleierbretter erkannt und systematisch angewendet. Etliche Beispiele gelungener Orgelornamentik stammen dabei aus der Hand des jüngeren Bruders Ansgar Kreienbrink, dessen Qualifikation als Holzbildhauer und Restaurationstischlermeister eine wertvolle Ergänzung darstellt.

Joachim Kreienbrink

Joachim Kreienbrink

Kirsten Schweimler-Kreienbrink

Kirsten Schweimler-Kreienbrink

Seit den 90-er Jahren lag der Schwerpunkt Joachim Kreienbrinks auf Restaurierungen. Bei der Schulze Orgel in Iserlohn wurden z. B. eine durchschlagende Posaune und runde, gedrechselte Traversflöten rekon-struiert, bei der Ibach Orgel von 1865 in Fleckenberg Gehäuse, Spielanlage, Windversorgung und ein Teil der Register wiederhergestellt. Auch der technische Neubau der Johann-Patroclus-Möller-Orgel in der Klosterkirche Marienfeld im Stil von 1750 ist zu erwähnen.
In jüngster Zeit sind, bedingt durch Schließung oder Verkleinerung von Kirchenräumen, viele Aufträge zur Umstellung und zum Umbau vorhandener Orgeln ausgeführt worden; bestes Beispiel hierfür ist die Orgel der Nicolaikirche Potsdam.
Ende 2003 wurde der Firmensitz von Osnabrück nach Georgsmarienhütte verlagert. Für drei Jahre übernahm Ansgar Kreienbrink die Geschäftsführung, bevor im Januar 2007 die Firmenleitung in die Hände seiner Schwägerin Kirsten Schweimler-Kreienbrink überging. Als Kantorin und Konzertorganistin sorgt sie seitdem für neue künstlerische Impulse. Die Werkstattleitung liegt weiterhin in den bewährten Händen von Joachim Kreienbrink.