




Die Orgel wurde für die Kirche St. Johann /Osnabrück erbaut und zuletzt 1998 in Zusammenarbeit mit KMD Christoph Niesemann innerhalb der Kirche umgestellt und erweitert. Unter dessen Nachfolger wollte man musikalisch andere Wege gehen, und so bot sich uns 2021 die Gelegenheit, das Instrument zurück zu kaufen.
Der Plan, für die Orgel einen angemessenen neuen Standort zu finden, ging in unserer Vorstellung zunächst nicht über den europäischen Raum hinaus, bis die Mail eines brasilianischen Paters alles veränderte. Im Frühjahr 2023 gab es ein erstes Planungstreffen in der Basilika nahe Sao Paulo, an dessen Ende klar war, wie das Instrument in der Kirche aufgebaut werden könnte. Das Schwellwerk steht nun nicht mehr hinter dem Hauptwerk, sondern darunter. Die Pedalseiten werden getauscht, sodass die kürzeren Türme nach außen rücken und den Verlauf des Gewölbes mitmachen. Das Hauptwerk erhält einen neuen Freipfeifenprospekt, damit möglichst viel vom großen Rosettenfenster zu sehen bleibt.
Ein knappes Jahr dauerten die Überarbeitungs- und Umbauarbeiten, bis Ende Mai 2024 sieben Container mit dem Schiff ab Wilhelmshaven Richtung Südamerika aufbrachen; knapp zehn Wochen nahmen Aufbau vor Ort samt Intonation in Anspruch.
Alle Einzelheiten der Um- und Aufbauarbeiten in unserem Blog „Brasilien 2024“.
Nach Aussage mehrer brasilianischer Orgelfachleute ist diese Orgel nun die größte mechanische Pfeifenorgel Brasiliens.
Da die neuen Besitzer der Orgel ihre Kirchen einheitlich im neogotisch-polychromen Stil ausstatten, wird das Orgelgehäuse in Zukunft auch entsprechend verkleidet werden.
Manual I – RP
Rohrflöte 8′
Quintade 8′
Prinzipal 4′
Flute douce 4′
Oktave 2′
Quinte 1 1/3′
Oktävlein 1′
Sesquialter 2fach
Scharff 4-5fach 1′
Dulzian 16′
Krummhorn 8′
Tremulant
Manual II – HW
Bordun 16′
Prinzipal 8′
Offenflöte 8′
Gedackt 8′
Salicional 8′
Oktave 4′
Gemshorn 4′
Quinte 2 2⁄3′
Oktave 2‘
Mixtur 5fach 2′
Clairon 4‘
Trompete 16′
Trompete 8′
Tremulant
Manual III – SW
Gemshorn 8′
Gamba 8′
Voix céleste 8′
Prinzipal 4′
Traversflöte 4′
Nasat 2 2⁄3′
Waldflöte 2′
Terz 1 3⁄5′
Mixtur 5fach 1 1⁄3′
Basson 16′
Trompette harm. 8′
Oboe 8′
Tremulant
Pedal
Prinzipalbass 16′
Subbass 16′
Quintbass 10 2⁄3′
Oktavbass 8′
Gedacktbass 8′
Choralbass 4′
Nachthorn 2′
Mixtur 5fach 2 2⁄3′
Bombarde (C–H) 32′
Posaune 16′
Trompete 8′
Schalmei 4′
Spielhilfen:
Normalkoppeln I/II, III/II, I/P, II/P, III/P
Suboktavkoppeln II/II, III/III, III/II
Setzer mit 6400 Kombinationen, Sequenzer
Crescendowalze
Absteller (Zungen ab, Mixtur ab, Walze ab)

